Aktuelles von der Gewerkschaft

Aktuelles

Hier erfahrt ihr die aktuellen Neuigkeiten und Aktivitäten eurer Gewerkschaft und Betriebsgruppe.

DGB Köln: Sozialstaat stärken statt Beschäftigte belasten.

Bei einer Kundgebung mit rund 1.000 Teilnehmenden forderten die Gewerkschaften verlässliche Renten, faire Arbeitsbedingungen und keine Leistungskürzungen auf Kosten der Beschäftigten.

Gewerkschaften protestieren gegen geplante Reformen

EVG setzt gerechte Teilabbedingung des TEG durch!

Mit dem Arbeitgeber haben wir hart gerungen und unsere Möglichkeiten voll ausgenutzt, damit der Betriebsfrieden nicht gefährdet wird. Denn die DB AG hat mit der GDL einen Abschluss erzielt, zulasten unserer Mitglieder bei DB Regio, DB Fernverkehr und DB Cargo. Eine Spaltung der Beschäftigten haben wir verhindert. Das Wichtigste im Überblick:

Gleiche Tätigkeit, gleiches Entgelt

Keine Benachteiligung unserer Mitglieder in den sogenannten TEG-Betrieben. Unter anderem können EVG-Mitglieder das EVG-ZUG S bereits ab 2027 fordern.

Unsere Mitglieder profitieren auch in Zukunft von den starken EVG-Tarifverträgen – wie den vollen EVG-Wahlmodellen. Ab 2028 gilt dies für EVG-Mitglieder auch in den TEG-Betrieben.

Wir können hart verhandeln, weil wir eine starke Gemeinschaft aller Eisenbahner:innen sind. Du willst, dass wir auch künftig gemeinsam viel erreichen?

Hintergrund Informartionen hier:

TEG-Abbedingung | EVG

FRAUEN IN DER MITBESTIMMUNG

"DU MUSST LAUT SEIN!"

Manchmal fehlen trotz eines engagierten Wahlkampfs am Ende nur wenige Stimmen. So wie bei DB Regio, Wahlbetrieb Rheinland. Von den 17 Sitzen im Betriebsrat hat die EVG acht gewonnen. Für die Lokrangierführerin Merve Ceviz hat es am Ende nicht gereicht. Ein Grund, enttäuscht zu sein: natürlich. Aber kein Grund, aufzugeben. Sie will in vier Jahren wieder antreten.

„Seid mutig, gegen den Strom zu schwimmen und neue Wege zu gehen!“

Merve Ceviz

Die 28jährige hat erstmals für den Betriebsrat kandidiert. Die Wahl hätte ihr eine große Chance geboten, Themen wie Gleichstellung und Arbeitsbedingungen mit der EVG weiter zu verbessern. „Nicht alles ist perfekt. Aber das kann eine starke EVG hinbekommen – vor allem auch mit mehr starken Frauen als bislang“, ist sie überzeugt. Merve ist es wichtig, dass grundsätzlich mehr Kolleginnen in die Betriebsräte gewählt werden. „Leider liefen die Wahlen nicht so, wie erwartet“, zeigt sie sich enttäuscht und motiviert zugleich. Deswegen hieß es für sie und ihre anderen Kolleg:innen der EVG-Listen, Gas geben und in vier Jahren zeigen, „wo der Hammer hängt“.

Im täglichen Leben bewegt Merve Ceviz als Lokrangierführerin in Köln-Nippes schwerste Technik und trägt Verantwortung für Millionenwerte. Die Arbeit ist körperlich anstrengend und oft im Schichtdienst, inklusive Nächten und Wochenenden. Man verbindet Fahrzeuge mechanisch und pneumatisch. „Oftmals müssen wir unter Waggons kriechen, um Bremsen zu lüften oder um Kupplungen zu lösen. Das ist echte Handarbeit, draußen, bei jedem Wetter.“

Den Schritt hierher hat sie kein einziges Mal bereut. Vorher stand sie in einem Laden hinter einer Theke als ausgebildete Einzelhandelskauffrau. Damals vor die Entscheidung gestellt, den Beruf zu wechseln, hatte sie Bedenken, ob sie den neuen Herausforderungen gewachsen wäre. Sie entschied sich aber für die Bahn, als wegen der Covid-Pandemie viele Unternehmen wirtschaftlich wackelten. Den Ausschlag gaben dabei die begeisterten Erzählungen ihres Vaters, ebenfalls Eisenbahner. Heute legt sie Wert darauf, dass sie noch eine Botschaft an alle jungen und noch bei der Berufswahl unentschlossenen Mädchen mitgeben darf:

„Ja, manchmal gilt es Hürden aus dem Weg zu räumen, aber es lohnt sich. Lasst euch nicht von Vorurteilen verunsichern“. Oft glauben Frauen, dass bestimmte Berufe nicht zu ihnen passen. „Also: seid laut! Seid mutig, gegen den Strom zu schwimmen und neue Wege zu gehen!“

Merve glaubt zu erkennen, wie sich das Klima im Team verschoben hat. Ihr Bemühen, ihre Ansichten und Ideen für bessere Teamwork wurden von den älteren Kolleg:innen respektiert. Ernst genommen fühlt sich Merve auch von ihrer Gewerkschaft, der EVG. „Ich bin bereits seit der Ausbildung Mitglied“, sagt sie nicht ohne Stolz in der Stimme. Ihr ist die Bedeutung von Mitbestimmung bewusst.

Merve hatte sich darauf gefreut, ab Mai in den Betriebsrat gewählt zu werden. „Ich kämpfe aber dennoch weiter dafür, dass es bald völlig egal ist, ob jemand Frau ist oder nicht“. Alle sollten ihrer Ansicht nach die gleichen Angebote erhalten können; genauso wie Respekt und Anerkennung. „Ich bleibe weiterhin laut. Versprochen!“

 

Imtakt Ausgabe 03/2026 

Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft | EVG

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